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Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1090 Nachrufe gefunden

20.06.2021

Nachruf auf Angelika v.
Was eine Familie ist und für den Einzelnen bedeutet, was sie über Generationen hinweg an Glück und an Unglück hervorzubringen vermag, das wird gern an den „Buddenbrooks“ exemplifiziert. Aber der Niedergang dieser Lübecker Kaufmannsfamilie, der sich in nur vier Generationen vollendete, ist zum einen eine eher traurige Geschichte und zum anderen erfunden. Die Familiengeschichte der Mendelssohns hingegen bietet Stoff für Dutzende Romane, aber nur wenige davon wurden erzählt. Zumindest Moses Mendelssohn,...

13.06.2021

Nachruf auf Gerda Templiner (* am 20. Dezember 1926)
Die DDR hielt Ehen zusammen, die DDR zerriss Ehen. Die Ehe der Templiners hielt sie zusammen und zerriss sie zugleich. Das Private im Politischen, das Politische im Privaten. Gerda und Heyko wollten weg, immer schon, vor dem Mauerbau, nach dem Mauerbau.

13.06.2021

Nachruf auf Siegward Jung (* am 22. März 1941)
Das große Foto an der Wand ihrer Wohnung zeigt ihren Vater. Wie er auf einem Sportplatz steht. Alt ist er geworden, die Schultern nach vorne gebeugt. Bekleidet nur mit einem Krankenhauskittel und einem blauen Bademantel, den er sich lässig um die Hüfte gebunden hat. Seine Füße und seine Beine sind nackt. Vor ihm hüpfen zwei Jungs, seine Enkel, ein Ball landet im Basketballkorb. Nicht zu sehen auf dem Foto ist der Rollstuhl, aus dem er sich gerade erhoben hat, um mitzuspielen. Die Tochter zeigt auf...

06.06.2021

Nachruf auf Hillert Ibbeken (* am 16. Februar 1935)
Mit zehn Jahren bekam er Klavierunterricht, denn es stand ein Flügel in der guten Stube, bei Onkel Herrmann und Tante Paula, wo die Mutter mit den fünf Kindern auf dem Dachboden untergekommen war auf ihrer Flucht vor dem Krieg, der noch im selben Jahr zu Ende ging. Auch der Vater, als Soldat noch immer im Dienst, trotz seiner schweren Verwundung vor Stalingrad, konnte sich retten, und so kam die Familie unversehrt wieder zusammen, in Schleswig war das.

06.06.2021

Nachruf auf Oleg Ilyapour (* am 3. März 1946)
Dass er, wenn das Wetter es zuließ, mehr auf der Straße lebte als drinnen, lag nicht daran, dass es drinnen eher eng und ungemütlich war. Draußen liefen die Leute umher. Oleg konnte sie ansprechen, ob er sie nun kannte oder nicht. Er konnte ihnen flache Witze erzählen oder tiefe Weisheiten; wer dankbar dafür war, blieb stehen, Kostverächter und Menschen ohne Zeit durften gern weiterlaufen. Auf der Akazienstraße in Schöneberg wurde der große Mann mit dem Bart und den auffälligen Klamotten gesehen...

30.05.2021

Nachruf auf Ingeborg Meyer (* am 25. Februar 1932)
Kinderkrankenschwester oder Tänzerin. Wenn man jung ist, stellt man sich alles Mögliche vor. Liegt da, schaut in die Höhe und malt sich ein Leben aus. Details. Weiße Krankenhausflure und eine weiße Schwesterntracht. Einen Rock aus hellem Tüll und gleißendes Scheinwerferlicht. Man träumt und ahnt, dass es anders kommen wird.

30.05.2021

Nachruf auf Barbara Hörschelmann (* am 15. November 1946)
Barbara putzte für ihr Leben gern. Diese Zeit musste einfach sein, trotz oder vielleicht sogar weil sie alleinerziehend war, drei Kinder, und im Schichtdienst arbeitete. Die Putzerei war dagegen eine klare Sache, sie hatte einen Anfang und ein Ende. Am liebsten putzte sie die Fenster, vor allem diese Kunststoff-Fenster, die es in den Plattenbauten der DDR gab. Am Ende eines jeden Putzsamstags, wenn die Wohnung picobello war, stand Barbara in der Küche, mit einem Pott Kaffee in der einen und einer...

23.05.2021

Nachruf auf Wolfgang Assmann (* am 24. November 1940)
Wolfgang liegt mit nacktem Oberkörper lang hingestreckt auf dem Sofa und schläft. Auf seinem Brustkorb hat sich die Katze zusammengerollt. Wolfgangs Mutter kommt ins Wohnzimmer, wirft einen Blick auf das friedliche Bild, die Katze wird wach, springt auf den Boden, und alle Friedlichkeit ist dahin. Denn an der Stelle, auf der eben noch das Tier gelegen hatte, prangt eine handtellergroße Rose. Eine mit Tinte und Nähnadel in die Haut geritzte blaue Rose.

23.05.2021

Nachruf auf Martin Schneider (* am 5. März 1938)
Manchmal fängt alles mit einem dringenden Wunsch an, dessen Ursprung ein Rätsel bleibt, der aber Weichen für ein ganzes Leben stellt: Martin Schneider, dessen Leben die Klassische Musik, die Oper und weithin alles Feingeistige war, wünschte sich mit sieben Jahren eine Geige. Seine Eltern, die Mutter Hausfrau, der Vater Buchhalter, erfüllten ihm diesen Wunsch, seinerzeit im sachsen-anhaltinischen Merseburg. Sein Kinderbett und die Zither der Mutter wurden dafür eingetauscht, und mit einem Brikett...

16.05.2021

Nachruf auf Torsten Petrowitz (* am 19. Mai 1945)
Manchmal glich das Leben von Torsten Petrowitz einem Krimi, Abenteuer und Katastrophen kamen darin vor. Er war beliebt und auch ein Lebemann, er wollte der Welt zeigen, dass es ihm gut ging. Deshalb sollte alles glitzern, funkeln, die Einrichtung, sein Äußeres. Mit einem rosa Cadillac cruiste er durch Berlin. Am Ende allerdings ging ihm das Geld aus. Doch die Freunde blieben.