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Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1090 Nachrufe gefunden

04.04.2021

Nachruf auf Horst Jänichen (* am 05. März 1931)
Wie oft dachten Schüler und Lehrer, die er durch die Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen durch die Zellen führte: Was dieser Mann erlitten hat! Und steht da, stark und ohne Hass. Horst Jänichen war der letzte lebende Zeuge der frühen Zeit dieses Gefängnisses. Wie viele solcher Leute gibt es noch, die den Jungen sagen, wie gut sie heute leben? Wie brutal die Zeiten waren, als Jänichen so jung war wie sie selbst? In diesem Alter kam er das erste Mal ins Lager. 15 Jahre war er und verdächtig, zum „Wehrwolf“...

04.04.2021

Nachruf auf Steve Robinson (* am 25. März 1963)
„R.I.P. an den liebevollen Schreihalz“ steht wenige Tage nach Steves Tod auf einem Zettel neben seiner Bank. Viel mehr, als dass er das gewesen war, wusste kaum jemand im Winsviertel. Aber alle kannten ihn. War ja eine öffentliche Person.

28.03.2021

Nachruf auf Henrik Jordan (* am 9. Februar 1965)
Auf dieser Seite schreiben wir über Berliner, die in jüngster Zeit verstorben sind. Die Texte der vergangenen Wochen finden Sie unter tagesspiegel.de/nachrufe.

21.03.2021

Nachruf auf Winfried A. Langschied (* am 16. Februar 1944)
Beamte: staatlich Angestellte auf Lebenszeit, von untertänigem Geist, blasen Bagatellen auf, erledigen sie mit allzu humorloser Akribie, während komplexe Angelegenheiten auf die lange Bank geschoben werden. Sitzen gemütlich in den Büros und warten auf ihre Pension. Das Bild hält sich hartnäckig. Hielt sich ebenso in Winfrieds Kopf, obwohl er selbst Beamter war. Er nutzte das Beamtentum und begehrte zugleich dagegen auf.

21.03.2021

Nachruf auf Jacob Klingner (* am 19. Juni 1973)
Auf keinen Fall durfte sie die Werbeprospekte wegschmeißen. Die hatte er noch nicht gelesen, und Jacob musste immer lesen, Bücher, Zeitungen, Werbung, Todesanzeigen, mittelhochdeutsche Minnegesänge. Jacob war besessen von Schrift und Sprache, so lebendig, so voller Bedeutung und Gefühle.

14.03.2021

Nachruf auf Horst Jestram (* am 29. Mai 1942)
Wenn der Ulm am Start war, ging man ihm lieber aus dem Weg. Der Ulm war wütend, schmiss Stühle um, trat ganz nah an Leute ran und stieß sie fort. Die Mitbewohner der WG zogen sich in ihre Zimmer zurück, selbst Karsten, der große, kräftige Betreuer, schloss sich ein, als es der Ulm mal auf ihn abgesehen hatte.

14.03.2021

Nachruf auf Ulrich Krenz (* am 16. Juni 1942)
Am Anfang war da eine Annonce in der „Wochenpost“, in der Rubrik „Er sucht sie“. Sie schrieb, er schrieb zurück, bis zum Wagnis eines ersten Treffens, im Frühling 1968. Ulrich holte Ingrid ab. Er klingelte, sie öffnete, er sah sie an, sie sah ihn an, das war's. Das würde es bleiben, lebenslang.

07.03.2021

Nachruf auf Helga Simon (* am 4. März 1928)
Immer musste sie auf den guten, gepolsterten Stühlen herumturnen. Ihre Schuhe hatte sie natürlich anbehalten. Irgendwann hatte der Vorsitzende genug und erteilte ihr einen Rüffel. Ende der 50er Jahre war das, Helga Simon war die Hausfotografin der Jüdischen Gemeinde in West-Berlin. Feste, Gottesdienste, Hochzeiten, Musik, Sport, Politikerbesuche, all das dokumentierte sie. Da sie sehr klein war - das letzte Mal, als jemand gemessen hatte, waren es noch 138 Zentimeter - musste sie halt auf die Stühle.

07.03.2021

Nachruf auf Franz Josef Göbel (* am 29. März 1954)
Ein Mensch kann seinen Ort finden und ein Ort seinen Menschen. Manchmal kommt beides zusammen. Franz Josef Göbel und die Stadtklause, die hatten sich gefunden, da sind sich alle einig. Nun bleibt eine verwitwete Kneipe übrig, direkt neben der Tagesspiegel-Redaktion am Anhalter Bahnhof, in deren Gastraum Stammgäste und Kollegen neben einem kleinen Altar sitzen und das alles noch nicht fassen können. Franz ist sehr plötzlich verschwunden, so, wie er immer in Bewegung war, hypermotorisch, sagt Gisela,...

28.02.2021

Nachruf auf Heidrun Suhr (* am 21. Mai 1951)
Sie sitzt oft in der Küche ihrer Wohngemeinschaft in Marburg und diskutiert über Gleichberechtigung, Karl Marx und die Welt. Es sind die 70er Jahre, kurz nach der Studentenbewegung, und ihre WG ist eine, wie man sich WGs aus dieser Zeit vorstellt. Es gibt eine kleine Bibliothek mit vielen Lexika, in der Küche hängen Zettel mit Preisen für Lebensmittel wie Mehl und Zucker. An den Bücherständen vor der Uni-Mensa kaufen sie ihre Bücher, mit dem Lastenrad befördern sie Bierkästen, im Kino gucken sie...