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Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1069 Nachrufe gefunden

25.10.2020

Nachruf auf Hans Simon (* am 25. September 1935)
Vier Jahre vor dem Ende der DDR suchte eine Gruppe junger Männer mit unordentlichen Frisuren und unordentlichen Gedanken nach einem Ort für ihre ordnungsgefährdenden Aktivitäten. Kirchenräume sollten es sein, denn die Kirche bot einen gewissen Schutz vor der Staatsmacht. Die Erfahrung besagte jedoch, dass sich auch die Kirche nicht allzu gern mit der Staatsmacht anlegte. Dann muss man sie halt dazu zwingen, ganz demokratisch, dachten sich die jungen Leute und fassten den Plan, einen Gemeindekirchenrat...

18.10.2020

Nachruf auf Thomas Petry Strauss (* am 30. November 1930)
Also los, weiter, immer weiter, Jahre um Jahre, über Ozeane, von einem Land in ein nächstes, von dieser Stadt in jene, übers Meer auf einen anderen Kontinent, zurück zum Ausgangspunkt, und von dort an einen Ort, in ein Dorf, in dem er bleiben wird, länger, als er irgendwo geblieben ist.

18.10.2020

Nachruf auf Flynn W. Picardal (* am 19. Juli 1950)
Flynn war ein disziplinierter Schüler, ordentlich, konzentriert, die besten Noten. Er wuchs an der Ostküste der Vereinigten Staaten, auf Long Island auf. Seine Mutter, irisch-deutscher Abstammung, schuftete in der chemischen Reinigung. Sein Vater, ein Immigrant von den Philippinen, arbeitete als Kellner von früh morgens bis spät abends und manchmal auch in der Nacht. Das Geld war knapp, und für Flynn war klar: Er würde später einmal gut verdienen! Was nur funktionieren konnte, wenn er der Beste der...

11.10.2020

Nachruf auf Emilie Thekla Schulze (* am 17. Juni 1939)
Die Heimat hat sie verloren, aber ein Zuhause hat sie doch immer wieder gefunden. Das ist das Tröstliche an der Geschichte von Milly. Ihre Eltern hatten sich in einer Munitionsfabrik in Ingolstadt kennen und lieben gelernt. Sie bekamen drei Kinder - und waren überfordert. Der Vater musste in den Krieg, die Mutter wechselte in eine Porzellanmanufaktur. Und Milly, die älteste Tochter, kam zur Oma in Böhmen. Da war auch noch die kinderlose Tante, die sie am liebsten adoptiert hätte. Dazu kam es nicht,...

11.10.2020

Nachruf auf Ilse Eliza Zellermayer (* am 18. Juni 1920)
Vier Jahre vor ihrer Geburt, der Erste Weltkrieg ging ins zweite Jahr: Jedem erwachsenen Berliner standen täglich 270 Gramm Brot, 35 Gramm Fleisch (mit Knochen) und ein Viertel Ei zu. Und die Ober im neu eröffneten „Hotel am Steinplatz“ servierten Ente à la Presse, Riesenportionen Kaviar, Langusten, Champagner.

04.10.2020

Nachruf auf Andreas Klemt (* am 3. März 1960)
Auf dieser Seite schreiben wir über Berliner, die in jüngster Zeit verstorben sind. Die Texte der vergangenen Wochen finden Sie unter tagesspiegel.de/nachrufe.

27.09.2020

Nachruf auf Johannes Hüttenmüller (* am 29. Oktober 1967)
Ein nordischer Kerl war er, etwas kühl und distanziert, die Ruhe weg, eine coole Socke. Mitten in einem Konzert, die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, entwischte ein kleines Kind seinen Eltern, ging nach vorn, schaute sich alles ganz genau an und zupfte ihm, dem Chordirigenten, an der Jacke. Johannes unterbrach, beugte sich runter, sprach mit dem Kind, nahm es an der Hand und brachte es den Eltern zurück. Alles kein Problem.

27.09.2020

Nachruf auf Isidoro Bustos Valderrama (* am 26. September 1937)
Er verschwand, einfach so. Die Familie blieb lange ohne ein Lebenszeichen. General Augusto Pinochet hatte sich am 11. September 1973 an die Macht geputscht, und noch am selben Tag wurde der angesehene Jurist Don Isidoro, jüngster Direktor im Justizministerium, in ein Gefangenenlager verschleppt. „Desaparecidos“ hießen sie, die Verschwundenen, tausende politische Gefangene, viele kehrten nicht wieder, wurden erschossen, erschlagen oder starben in den Foltergefängnissen.

20.09.2020

Nachruf auf Harry Seidel (* am 2. April 1938)
Auf dieser Seite schreiben wir über Berliner, die in jüngster Zeit verstorben sind. Die Texte der vergangenen Wochen finden Sie unter tagesspiegel.de/nachrufe.

13.09.2020

Nachruf auf José Miguel Bustamante (* am 22. August 1943)
Isabel erinnert sich, Details, Wörter, als ob es eben passiert wäre. Das Hämmern an der Tür. Die Soldaten, die hereingestürmt kommen. Junge Kerle, Babygesichter. Sie fesseln José, ihren Mann. Sie schleppen ihn nach draußen. Alles geht schnell. Isabel bleibt zurück, ihr Sohn, vier Jahre alt, steht neben ihr, zittert. Ein Soldat nimmt den Jungen auf die Knie und sagt: „Du musst keine Angst haben. Dein Vater kommt wieder.“...