TRAUERCHAT
Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
Montags von 10:00-11:00 Uhr Dienstags von 20:00-22:00 Uhr Donnerstags von 16:00-17:30 Uhr zum Livechat »
ANZEIGE AUFGEBEN

Anzeige aufgeben

Schalten Sie Ihre Anzeige in der Zeitung

Über unser Online-Anzeigensystem können Sie in wenigen, einfachen Schritten eine private Traueranzeige in aller Ruhe selber gestalten, ausdrucken und online aufgeben.

Traueranzeige aufgeben

Nachrufe

Es wurden 1090 Nachrufe gefunden

28.02.2021

Nachruf auf Elisabeth Blase (* am 22. August 1928)
„Mach nicht wieder dein doofes Gesicht!“, ermahnte die Mutter sie, als sich der Fotograf in Positur stellte, aber als dann das Vögelchen kam und es Klick machte, da zog sie doch ihre Schnute, und alle mussten lachen.

21.02.2021

Nachruf auf Sophie Templer-Kuh (* am 23. November 1916)
Auf dieser Seite schreiben wir über Berliner, die in jüngster Zeit verstorben sind. Die Texte der vergangenen Wochen finden Sie unter tagesspiegel.de/nachrufe.

14.02.2021

Nachruf auf Duska Dragun (* am 12. August 1969)
Ein wacher Blick durch eine feine Brille, so schaute sie von ihren Fotos. Oft so, als würde sie fragen: „Was willst du wissen, was kann ich dir erzählen?“ Auf eine Art, die Wissenschaftler haben, die immer weitermüssen, die getrieben sind. Die keine Zeit verschwenden können, denn ihre Forschungen bringen die Menschheit weiter - und sie selbst natürlich auch.

14.02.2021

Nachruf auf Leo Baumann (* am 4. September 1952)
So viele Bücher. Bücher, die ein Student besitzen möchte, sich aber nicht leisten kann. Die Bibliothek wäre eine Variante. Doch ist das nicht dasselbe, wie einen druckfrischen, nach Papier und Leim und Leinen riechenden Band in den Händen zu halten und nach dem Lesen in das eigene Regal einzuordnen. Was dann? Man könnte sparen, sich beschenken lassen. Oder klauen.

07.02.2021

Nachruf auf Heinz-Peter Baganz (* am 14. November 1945)
Die Rosinenbomber dröhnten am Himmel. Peter wetzte los, den Maschinen hinterher. Da schwebten die Pakete an Minifallschirmen herab, mit Schokolade darin und Kaugummi. Süße Versprechen auf eine bessere Zukunft. Peter lief und lief, bis auch er so ein Paket in seinen Händen hielt. Glück.

07.02.2021

Nachruf auf Tanja Hofmann (* am 2. Dezember 1950)
Passanten blieben stehen, tuschelten, Autofahrer fuhren langsamer, kurbelten die Scheiben herunter, staunten über Herbert, der da auf dem Bürgersteig stand, ein gewöhnlicher Stuhl, ja, aber ungewöhnlich groß, zu groß für normale Räume, die Rückenlehne ragte bis zum ersten Stock. „(M)eine Parabel vom Anderssein“ nannte der Künstler Christian Maurer sein Werk, das zwei Tage auf dem Trottoir vor der „Galerie Am Scheunenviertel“ stand, dann drei Wochen in der Galerie selbst ausgestellt wurde, und noch...

31.01.2021

Nachruf auf Michael Höppner (* am 11. Juni 1951)
Fahrrad? Wer fuhr damals, Anfang der 70er Jahre, ernsthaft Fahrrad? Vielleicht mal in den Wald oder an den See. Aber zur Arbeit oder in die Uni, gar jeden Tag? Das machten höchstens diese paar Verrückten. Die dann womöglich auch noch Rücksicht und Gleichberechtigung forderten.

31.01.2021

Nachruf auf Rainer Kappe (* am 11. August 1943)
Da schlägt er einen Roman auf, beginnt zu lesen und stutzt: Herr Prof. Dr. Dr. Kappe? Ein Historiker? Ein hochgewachsener Mann, dem Umfang nach nicht gerade zierlich? In HahnentrittmusterSakko, aber ohne Krawatte? Ein Rebell?...

24.01.2021

Nachruf auf Ingeborg Müller-Graf (* am 27. Mai 1933)
„Sind's die Augen, geh' zu Mampe, gieß' dir einen auf die Lampe, kannste allet doppelt sehn, brauchste nich' zu Ruhnke geh'n!“ So sagte man in Berlin, als der Optiker, der mit dem Spruch „Sind's die Augen, geh zu Ruhnke“ warb, noch nicht in einer dänischen Kette aufgegangen war, und in „Mampes Guter Stube“ am Ku'damm Literaten wie Joseph Roth einkehrten, der dort der Legende nach seinen „Radetzkymarsch“ vollendete. Ingeborgs Vater war Leitender Direktor bei der Firma, die den klebrigen, zur Hälfte...

24.01.2021

Nachruf auf Marco Reckinger (* am 24. Juli 1987)
Es endet damit, dass 100 Menschen an einem kalten, nassen Januarabend auf dem Bürgersteig stehen und sich von Marco verabschieden. Es sind Nachbarn aus der Straße, Leute aus dem Neuköllner Kiez, der Späti-Besitzer. Sie können nicht fassen, dass Markus gestorben ist. Dieser schlaksige Kerl, 33 Jahre jung, mit den wuscheligen, schwarzen Haaren. Seit zwei, vielleicht drei Jahren lebte er auf der Herrfurthstraße, zuletzt in einem überdachten Eingang, eingewickelt in seinen Schlafsack, nur die Augen schauten...