Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1104 Nachrufe gefunden

12.05.2017

Aber zu Free Jazz kann keiner tanzen

Nachruf auf Ronald Mooshammer (Geb. 1937)
Georgen-Parochial-Friedhof II an der Landsberger Allee in Friedrichshain. Foto: Doris S. Klaas...

05.05.2017

Dieser Himmel, noch nie hatte sie so viele Sterne gesehen. Da oben funkelte es, wie an einem prächtig geschmückten Christbaum. Und mittendrin in dieser Pracht entdeckte Ingrid Kaufmann jene vier hellen Sterne, die das Kreuz des Südens bilden. Was konnte es Schöneres geben?...

05.05.2017

Die Mauer war seit zwei Tagen offen. Höchste Zeit, dass sich die obersten Polizisten beider Stadthälften darüber verständigten, wie es weitergehen sollte. Am 11. November 1989 um 13 Uhr 57 standen sie sich am Checkpoint Charlie gegenüber: Georg Schertz, West-Berlins Polizeipräsident und Günter Leo, stellvertretender Kommandant des Ost-Berliner Grenzschutzkommandos Mitte. Einer ihrer Tagesordnungspunkte: Wäre doch schön, wenn wir künftig wenigstens miteinander telefonieren könnten.

28.04.2017

Ein kleiner Zettel hängt in einem Seifenladen im Bergmannkiez: „Suchen liebevolle Betreuung für unsere dreijährige Tochter“. Etwas daran rührt Walli Steinig, sagt ihr: Nimm mich mit, melde dich, trau dich.

28.04.2017

„Los, die Sonne scheint, wir unternehmen was“

Nachruf auf Ilse Göttel-Dauber (Geb. 1948)
Zweibrücken, Anfang der Siebziger, bald ist Weihnachten. Zwei Autos auf der Landstraße, unterwegs in entgegengesetzter Richtung. Die Fahrer wohnen nicht mehr in Zweibrücken, sie studieren in anderen Städten, sind gekommen, um ihre Familien zu besuchen. Sie fahren zügig, jeden Moment werden sie aneinander vorbeifahren. Aber sie fahren nicht aneinander vorbei. Sie bremsen scharf und bleiben mitten auf der Straße stehen. Aus dem einen Auto steigt ein junger Mann, aus dem anderen eine junge Frau. Sie...

28.04.2017

„Es tut mir leid, wenn nicht immer alles so gut geht“

Nachruf auf Petra Loewenau (Geb. 1963)
In Gropiusstadt“, so schwärmen Bewohner, „ist man dem Himmel näher.“ Und manchmal auch der Hölle. Im „Haus der Mitte“ rauchte schon Christiane F. ihren ersten Joint. Da wurde auch Petra angefixt. Was denkt sich ein Dealer, wenn so ein Mädchen auf ihn zukommt? Er sieht doch ihr Ende schon klar vor sich. Dealer sind ja nicht dumm. Sie wollen was verkaufen. Sie wollen Kunden, die immer wiederkommen. Petra kam immer wieder. Oder waren es Freunde, die sie an die Nadel brachten? Sie spritzte sich meist...

21.04.2017

Und siehe da: Else war sogar noch kleiner als er

Nachruf auf Willi Günter Haupt (Geb. 1917)
Mit seinen Händen konnte Günter alles bauen, Häuser, Straßen und künstliche Teiche. Nur seine Frau, die kann er nach ihrem Schlaganfall nicht wieder aufbauen, die kann er nur noch pflegen. Da steht er neben ihrem Bett, beugt sich zu ihr herunter und berührt mit seinen Fingern ihre Haare, ganz vorsichtig. Else scheint zu verschwinden, sich aufzulösen, zwischen Bettdecke und Kissen und Günter kann nur zuschauen.

21.04.2017

Die Ostler schwammen im Geld. Im Westgeld. Dummerweise lag das Westgeld auf einer Bank in West-Berlin. Die Ostler hatten das Geld von ihren Westverwandten geerbt, die Besitzer eines Konfektionsgeschäftes gewesen waren. Und natürlich wollten sie jetzt etwas von diesem Geld kaufen, Dinge, die man im Osten nicht kaufen konnte. Also mussten sie einen Westler finden, der für sie mit ihrem Geld in die Westläden ging.

21.04.2017

Den Traum vom Fliegen hat er längst aufgegeben

Nachruf auf Willy Schmitsdorf (Geb. 1921)
Willy Schmitsdorf, 95 Jahre alt, liegt im Heim in einem kahlen Zimmer, seit Wochen ist er kaum noch ansprechbar, er fragt nur hin und wieder: „Wo ist denn die Mutti?“ An einem Januartag sitzt sein Sohn neben dem Bett. Er sagt: „Papa, Agnes ist verstorben.“ Schmitsdorf reißt die Augen auf und klammert sich mit dünnen Fingern an die Hand des Sohnes. Drei Tage später ist er tot. Mehr als ein halbes Leben lang hat Willy Schmitsdorf der Liebe wegen durchgehalten. Als er vom Tod seiner Frau erfährt, hört...

07.04.2017

Sie ist 15, vielleicht auch erst 14, schwieriges Alter jedenfalls, früh immer müde, mürrisch. Aber gegen einen gut gelaunten, poetisch ambitionierten Vater ist auch sie machtlos. „Wake up said the sun to the violet, wake up my violet sweet“, deklamiert Rudolf in das Halbwüchsigenzimmer hinein und Caroline könnte ihr Kissen nach ihm werfen, eine Zumutung, um diese Zeit mit Shakespeare oder wem auch immer zu kommen, Goethe gestern, Schiller vorgestern. Dass er das alles überhaupt noch aufsagen kann,...