Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1104 Nachrufe gefunden

17.08.2012

Es geht fast täglich durch unsere Hände. Selten jedoch werfen wir einen genaueren Blick darauf. Zwar kennen wir die verschiedenen Größen und Farben, doch uns interessiert eigentlich nur eins: Reicht es? Das Geld als Tauschmittel. Was aber ist auf einer Euromünze außer der Zahl abgebildet? Dem Numismatiker bedeutet das Geldstück weit mehr als nur die Möglichkeit, davon etwas zu kaufen.

17.08.2012

"Ein Haus ohne Auguste? Dann zieh ich auch aus!"

Nachruf auf Kerstin Augustin (Geb. 1963)
Augustes Vermächtnis? Ihr Rezept für Holunderblütensirup: „60 –80 Holunderblüten. Blüten kurz über dem Stielansatz abschneiden. In einen großen Topf legen, 2 kg Zucker dazu, 2 Liter Wasser aufkochen und über die Blüten und den Zucker kochend gießen. 40 g Zitronensäure mit unterrühren. 2 –3 Tage zugedeckt stehen lassen, immer mal gut durchrühren, damit der Zucker sich löst. Durch ein Tuch filtrieren, im großen Topf aufkochen lassen, heiß in Flaschen füllen. Ich nehme leere Ketchupflaschen. Zudrehen.

17.08.2012

Lufthansa und Singapur-Airlines ließen bei ihr plätten

Nachruf auf Waltraud Amlow (Geb. 1936)
Man kann sagen, Waltraud Amlow hat das Berliner Wäschereiwesen geprägt. Das belegen viele Zeitungsartikel und Fotos. 1987 lief Waltraud in Schürze und Haube zur 750-Jahrfeier Berlins über den Alexanderplatz, 1992 wurde die Ausstellung „Omas Waschküche“ im Panoptikum am Ku’damm eröffnet, und Waltraud lachte sich mit vollem Wäschekorb vor der Kittelschürze in die Herzen der Berliner.

10.08.2012

Ihre Stimme ist es, die einfach weiterspricht. Man hört sie noch, wenn man sie kannte. Ziemlich kräftig war die Stimme, laut, besonders in den letzten Lebensjahren – vielleicht auch, weil sie selbst nicht mehr so gut hören konnte. Man hörte ihr zu. Anders ging das gar nicht. Denn da rief jemand ganz privat und doch ganz und gar politisch nach Gerechtigkeit und nach Wahrheit. „Stellen Sie sich vor ? “, hob sie an. Dann folgte eine neue Geschichte. Fast ein Jahrhundert an Geschichten war in ihr versammelt,...

10.08.2012

Alle Regler auf Anschlag und noch eine Stufe drüber

Nachruf auf Robert Oberhardt (Geb. 1964)
Robert Oberhardt war einer von denen, die sofort die Blicke auf sich ziehen, wenn sie einen Raum betreten. Wie ein Rockstar. Groß und schlank, schulterlange Haare, Samt-Jackett oder Lederjacke, Seidenschal, Cowboystiefel, großer Hut, jede Menge Silberschmuck, Ringe, Armreifen, Halsketten. Und auf den Armen kunstvolle Tätowierungen.

03.08.2012

"Wenn das erste Kind kommt, hör ich auf"

Nachruf auf Lothar Ritter (Geb. 1933)
Lothar Ritter steht mit seiner Familie an der Bushaltestelle. Alles an ihnen ist schwarz. Die Gesichter, die Hände, die Hosen, die Decke, mit der das Kind im Wagen zugedeckt ist. Der Bus hält, der Busfahrer neigt seinen Oberkörper zur Seite und bellt durch die geöffnete Tür: „So verdreckt nehm ick Sie uff keen’ Fall mit.“ Schließt die Tür, fährt weiter.

03.08.2012

Der Chemiker lebt schließlich nicht für die Chemie allein

Nachruf auf Lothar Kuhnert (Geb. 1940)
Aus einem kleinen Stück Hefeteig, versetzt mit Mehl und Wasser, wird ein großes Stück Hefeteig. Die logische Folgerung, aus einem kleinen Stück Gold, versetzt mit unedlem Metall könne man ein großes Stück Gold herstellen, war eine Zeit lang sehr en vogue. Alchemisten suchten nach dem Zauber, den sie „Transmutation“ nannten. Dumm nur, dass sie dabei stets mehr Gold verbrauchten, als sie produzierten. Andererseits stießen die produktiveren unter ihnen auf allerlei andere Geheimnisse, das des Phosphors...

27.07.2012

Frauen bewegen Berlin: Die Scala-Girls. Die Tänzerinnen der führenden Varieté-Bühne Europas: „ ? und abends in die Scala“. Ingrid Rabe war eine von ihnen, Tänzerin mit Leib und Seele. Mit fünf bekam sie Ballettunterricht, weil die Mutter meinte, sie würde wie ein alter Matrose laufen. Ingrid hat es geliebt, das Tanzen, aber ihrer eigenen Tochter hat sie es später verboten. „Es ist schön, aber hart.“...

27.07.2012

Es waren fast nur Frauen, die ihre Kurse besuchten

Nachruf auf Gundula Bölke-Zeuner (Geb. 1941)
Wer Anfang der Sechziger an der Freien Universität Soziologie studierte, kam nicht an dem Fach Statistik vorbei. Für Gundula Bölke war das kein großes Problem, für viele ihrer Kommilitonen schon. Um gemeinsam zu lernen, gründeten sie eine Arbeitsgruppe. Mit dabei waren Rudi Dutschke, Bernd Rabehl und Gaston Salvatore. Auch angehende Revolutionäre der Studentenbewegung mussten sich mit Grundgesamtheiten, Stichproben und Wahrscheinlichkeitsrechnung herumschlagen, und Gundula half ihnen dabei.

27.07.2012

Am Anfang waren die Bücher. Zunächst die schmalen: „Macbeth“ oder „Die Stützen der Gesellschaft“. Dann die schweren: Bände über die Kleidung der Aristokratie im Schottland des 11. Jahrhunderts oder über die kleinstädtische Gesellschaft im Norwegen des 19. Jahrhunderts. Danach begann die Phase des Probierens. Mit Bleistift oder Tusche entwarf Robert erste Ideen, ein solches Kleid könnte Lady Macbeth tragen, dieser schwere, schwarze Rahmen könnte über den Köpfen der norwegischen Bürger schweben. Fluchen...