Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1104 Nachrufe gefunden

13.09.2013

"Der macht immer Ärger. Der ist völlig versponnen."

Nachruf auf Klaus Fiedler (Geb. 1938)
Woher kann er das wissen, im Sommer 1989? Bis zu Günter Schabowskis Zettel dauert es noch Monate, bis zur Währungsunion ein ganzes Jahr. Im Sommer 1989 probt Klaus Fiedler das Stück „Neue Reiche“. Er lässt Menschen mit Einkaufskörben in den Händen zu Brahms’ „Deutschem Requiem“ über die Bühne laufen, die sich fieberhaft bemühen, von der Decke herabregnende Geldscheine mit ihren Körben aufzufangen.

06.09.2013

Was für ein Handy hast du?, fragt Facebook, und Richard, den alle Richie nennen, schreibt: Samsuuuuung. Eine Huldigung, denn der mobile Kleincomputer aus Korea verschafft ihm Zugang zu allen Spielergebnissen und Tabellenplätzen der Mannschaften von Tennis Borussia, seinem Verein, TeBe. Richie ist immer auf dem Laufenden, wischt zielsicher über das Display, postet Artikel und Bilder auf seiner Facebook-Seite. In der Altersgruppe der ÜberAchtzigjährigen ist er einer der profiliertesten Internetnutzer.

06.09.2013

Wem verdanken wir es, dass trotz all der Hochstapler, Krisengewinnler und Plappermäuler dieses Gemeinwesen noch einigermaßen funktioniert? Gisela Gassen hätte die Frage abgelehnt, weil sie das Scheinwerferlicht zu direkt auf ihre eigene Person gelenkt hätte. Sie stand nicht gern im Mittelpunkt, aber sie war immer dort, wo sie glaubte, etwas bewegen zu können. Wenn sie Fragen stellte, waren sie immer von sehr konkreter Art. Wenn sie Antworten suchte, ließ sie sich Zeit, schnellen Pointen misstraute...

06.09.2013

Eine Dame vom Kurfürstendamm, die ihre Bücher stets selbst führte

Nachruf auf Helga Müller-Klatte (Geb. 1939)
Gedämpfte Atmosphäre, ein Geruch von hochwertigem Leder. Zwei Globen auf eleganten Ständern leuchten wie ferne Himmelskörper. In einer Sicherheitsvitrine befinden sich Perlen und Steine, befestigt an Schreibgeräten. Das ist ein Devotionalienladen für die Jünger von Schrift und Papier. Deshalb nennt er sich auch nicht einfach „Schreibwarenhandlung“ sondern „Papeterie“.

30.08.2013

Sie braucht Zuversicht, einen Glauben. Es kann den Tod nicht geben

Nachruf auf Alexandra Trettau (Geb. 1969)
Alexandra war zwölf. Sie turnte, fuhr Schlittschuh und las. Sie spielte Klavier und lernte Französisch. Sie wirbelte über die Felder rund um Carwitz, wo sie die großen Ferien mit der Familie verbrachte. Sie lief auf Händen über die Wiesen. Es ging über ihre Vorstellungskraft, dass die Zeit eine Grenze haben soll.

30.08.2013

Manchen in Dahlem war, als habe Gott ihnen diesen Mann geschickt. Ihn einfach in eine Grünanlage gesetzt, zwischen die Eiben, Sträucher, Goldrauten. Damit sie nie vergäßen, wie gut es ihnen geht. Vier Jahre lebte Jürgen Kindel dort im Freien.

30.08.2013

Oliver kann sich noch genau daran erinnern, wie Lars zu ihnen in die achte Klasse kam. Groß und schlank war der Neue, ein Jahr älter, dunkles Haar. Er redete wenig, dafür aber unmissverständlich. In seiner Stimme schwang leiser Humor.

23.08.2013

Hau ab, Deutsche nix gutt! Die Worte schallten ihr entgegen, als sie das erste Mal wieder in die Heimat kam, 1976 war das, eine Freundin hatte sie aufgefordert: „Du, wir fahren nach Polen und gucken mal, wie es jetzt da aussieht ...“...

23.08.2013

"Ick sing jetz’ noch Gloria und denn jeh’ ick!"

Nachruf auf Werner Krabbe (Geb. 1942)
What can a poor boy do except to sing for a rock ’n’ roll band?“ Als die Textzeile der Rolling Stones aus dem Song „Street Fighting Man“ zum geflügelten Wort wurde, 45 Jahre ist das her, war der Weddinger Junge Werner Krabbe schon längst Sänger in einer Rock ’n’ Roll Band. Er sang begnadet, mit Leidenschaft und tiefer Seele, zuerst bei den Berliner „Hound Dogs“ und dann bei Deutschlands bester Beat-Gruppe der Sechziger. „The Boots“ waren ein befreiender Tritt in den Hintern deutscher Nachkriegsspießigkeit.

16.08.2013

Es ist nicht wichtig, wie alt man wird, sondern wie man alt wird“, fand Karl-Heinz Moegenburg. Weil er die Gabe hatte, sich an kleinen Dingen zu erfreuen, haderte er nicht mit dem Älterwerden. Bis fast zum Schluss.