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Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1104 Nachrufe gefunden

07.08.2015

Er war der Lockere, der Spaßmacher, sie die mit den Regeln

Nachruf auf Hans-Gerd Trienke (Geb. 1949)
Im Oktober war er noch ein Mann. Augen, die grinsten, und im Vollbart ein Hallo-hier-bin-ich- und-was-machen-wir-jetzt-Lachen. Dazu die Lederweste, ein schwarzes Kopftuch, im Ohrloch Indianerschmuck. Auf seinen T-Shirts trug er seine Sehnsucht spazieren: ein Adler, der im Wind segelt. Ein einsamer Wolf, der durch die Steppe läuft. 84 T-Shirts dieser Art hatte er angesammelt.

31.07.2015

Er läuft und läuft, von der Penn Station an der 31. Straße die 8th Avenue hoch, biegt ab in die 49. Straße und dann in die 6th Avenue, vorbei an der Radio City Music Hall, die vielen Menschen machen ihm nichts aus, er durchquert den Central Park, auf einem Teich schwimmen drei Enten, dann steht er vor dem Museum of Natural History. Er spürt keinerlei Ermüdung.

31.07.2015

David Solomons Buchladen in Charlottenburg war wohl der einzige in Berlin, in dem nie ein Buch geklaut wurde. Oder besser: Der Buchhändler Solomon hatte beschlossen, dass bei „Books in Berlin“ niemand stahl.

24.07.2015

Im Herzen immer die verrückte Zeit, die gar nicht so verrückt war

Nachruf auf Inge Heinrichs-Breuer (Geb. 1946)
Sie war einfach da. Die kleine Inge mit der großen Klappe. Warum sie nach Berlin gekommen war? Wahrscheinlich, weil sich ihr in Solingen das Herz zusammenpresste, aber so genau wusste das keiner. Die Hauptsache war ja: Da saß sie nun, im „Estaminet“. Anfang der Siebziger bis Mitte der Achtziger saß sie da, nahezu jeden Abend, solange es die Kneipe gab. Ihr zweites Zuhause: ein langer Tresen, an dem jeder sich einzureihen hatte. Keine weiteren Aufnahmeformalitäten. „Ich bin Hans“ – „Ich bin Hilde“...

24.07.2015

Jeder kennt die Klischees: Für die einen sind Lehrer inkompetente Faulenzer, trotz großer Eitelkeit schlecht gekleidet und von den ständigen Ferien so ermattet, dass stets der Burn-out droht. Falsch, rufen die anderen, oft seien es Idealisten, hingebungsvolle Pädagogen, die es verstehen, mit starken Nerven ihrem jungen, meist abgelenktem Publikum, Bildung nicht nur zu vermitteln, sondern zum lebensprägenden Genuss werden zu lassen.

24.07.2015

Sind so viele alte Leute hier in letzter Zeit, findet Kurt Franzke, mit 103 Jahren. Sonst hat das „Café am Roseneck“ eigentlich ein ganz gutes Niveau. Günther Jauch kommt manchmal. Harald Juhnkes Witwe nickt zur Begrüßung.

17.07.2015

Ihr freundliches Wesen schien einen Offizier zu rühren

Nachruf auf Ursula Haucke (Geb. 1924)
Papa, Charly hat gesagt, sein Vater hat gesagt ?...

17.07.2015

Das Bild zeigt ein kleines Mädchen im Pünktchenkleid. Es lächelt mit großen braunen Augen offen in die Welt hinein. Nichts von Grenzen, vom Anderssein. Nichts davon, dass das Mädchen, kaum dass es laufen gelernt hatte, es wieder verlernte. Nichts von Armen, die zu schwach sind, um einen Rollstuhl mit eigener Körperkraft voranzubringen.

10.07.2015

Na Senator, nasse Hände, wa?...

10.07.2015

Es war beim Sport, beim Basketball. Er stand auf dem Spielfeld, sie saß auf der Bank. Vielleicht würde sie eingewechselt werden, vielleicht auch nicht. Er war einer von denen, die immer am Ball sind. Und so einer sprach sie an, gewissermaßen aus der Mitte des Spiels heraus, das war in der Zwölften, 1991. Dass die zwölften Klassen des Andreas-Gymnasiums am Ostbahnhof zusammen Sport hatten, war neu.