Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1104 Nachrufe gefunden

28.08.2015

Der Briefkasten wurde mehrere Tage nicht geleert. Nachbarn riefen die Polizei. Ilse Kock war in ihrer Wohnung gestorben, dort, wo sie mehr als 40 Jahre lang gelebt hatte. Allein gelebt, denn „Lieber gar nicht verheiratet als schlecht verheiratet.“ Ilse Kock stellte hohe Ansprüche - nach Ansicht einiger ihrer ehemaligen Kolleginnen vielleicht zu hohe. Vielleicht war Ilse Kock ihrer Zeit auch nur voraus und entschied den klassischen Konflikt zwischen Beruf und Familie zugunsten ihres Berufes als Lehrerin...

28.08.2015

Im Vorstand war er immer, Vorsitzender nur kurz

Nachruf auf Bernd-Jürgen Kubatz (Geb. 1941)
Am 14. März 1972 saßen sechs Segler, die, da es sich um West-Berliner Segler handelte, mit ihren Booten nie weit kamen, beisammen in der Kreuzberger Wohnung von Bernd Kubatz und taten, was Segler ohnehin gern tun, gleich ob an Land oder auf dem Wasser: Sie tranken viel. Außerdem besprachen sie, wie es nun weitergehen sollte, nachdem der Inhaber des Steges gestorben war, an welchem ihre Boote lagen.

28.08.2015

Mit sieben hat er ein Gedicht geschrieben:...

21.08.2015

Unser täglich Bild gib uns heute und vergib uns unsere Unfähigkeit, diese Welt nicht genauer wahrnehmen zu können. Das hatte Siegfried Kühl in eins seiner letzten Skizzenhefte geschrieben. Schalkhafte Zeilen, die nicht darüber hinwegtäuschen sollen, wie ernst es ihm mit ihnen war. Mit dem genauen Hinschauen, mit dem Einverleiben der Welt.

21.08.2015

„Dance first. Think later. Its the natural order“

Nachruf auf Hannah Kroner-Segal (Geb. 1920)
Am Morgen hatte sie sich geschminkt. Auf die Lippen ein kräftiges Rot, über die Augen einen braunen Lidstrich, hinter die Ohrläppchen einen Tropfen Parfüm. Sorgfältig hatte sie ihr kastanienbraunes Haar toupiert, Schmuck angelegt und mit Bedacht die zur Hose passende Seidenbluse gewählt. Als habe sie noch sehr viel vor, am letzten Tag ihres Lebens.

21.08.2015

Die Welt, dachte er, war doch noch etwas größer

Nachruf auf Hans-Martin Walcha (Geb. 1943)
Unter der Woche kam das Zwiebelmuster auf den Tisch, zum Frühstück, zum Abendessen, für einen Kaffee zwischendurch. An den Sonntagen wurde in Weinlaub eingedeckt. Einzig zu den Feiertagen leuchtete die Tafel in Koralle Gold. Mit Geprahle jedoch, mit bürgerlicher Großmannssucht hatten diese Dekorgewohnheiten nichts zu tun. Eher mit Herkunft, mit Geschmack, mit dem Beruf.

14.08.2015

Mutter Deutsche, Vater Pole. Und er? Mal so, mal so. Je nachdem

Nachruf auf Richard Drewnicki (Geb. 1925)

Die Boxkarriere begann auf dem Schulhof. Richard, bzw. Ryszard, verteidigte sich gegen seine katholischen Schulkameraden. Er war der einzige Protestant. Die Resultate waren ermutigend. Ryszard fing an, im Verein zu boxen, heimlich, weil die Mutter dagegen war. So sehr, dass sie die Boxhandschuhe ihres Sohnes verbrannte. Eine verheerende Niederlage. Gegen seine Mutter konnte sich Ryszard nicht durchsetzen. Es fehlte der Vater an seiner Seite, der war früh gestorben.

14.08.2015

Zuletzt: Der Sprung in den Blumenkelch, geradewegs ins Zauberland Oz, wo sie schon immer zu Hause war.

07.08.2015

In fünf Jahren, Hotte, in fünf Jahren bin ich wieder da.“ Paul drückte dem Bruder fest die Hand. Am Stuttgarter Platz war das, September 1956. Es ging nach Kanada. Holzfäller wollte er werden. In Berlin war keine Zukunft, nur Armut.

07.08.2015

Abgekämpft stehen sie da, ausgebrannt und abgerissen – aber aufrecht, beharrlich. Sieben Samurai im Oderbruch aus Schrott, Pflugscharen, Rohren, Zahnrädern. Sie sollen den Bewohnern von Marxdorf Mut machen, sich fremden Mächten entgegenzustellen.