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Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Nachrufe

Es wurden 1104 Nachrufe gefunden

29.04.2016

„Ich mache Quatsch - aber auf einem niedrigeren Niveau“

Nachruf auf Henrike Grohs (Geb. 1964)
Atemlos durch die Nacht, bis ein neuer Tag erwacht. Atemlos einfach raus, deine Augen ziehn mich aus“...

29.04.2016

Heinz Uth, beste Marathonzeit: zwei Stunden 24, hat am eigenen Leib erfahren, dass Training ein Schlüssel sein kann. Für den Körper sowieso, aber auch für den Geist und die Gedanken, und er ahnt, dass das richtige Training am Ende sogar die Welt verbessern hilft. Trainieren kann ein Mensch nie genug, und am besten hört er niemals damit auf, sich zu üben. „Ich konnte allen und jedem Paroli bieten, ich musste nur mehr trainieren oder arbeiten als sie“, hat er einmal gesagt.

22.04.2016

Andere gingen auf Reisen. Er sammelte die Geräusche der Welt

Nachruf auf Gunther Kortwich (Geb. 1928)
Hören Sie sich um! Machen Sie die Ohren auf und hören Sie, was Sie so alles hören an lauten und leisen und überflüssigen Geräuschen. So viel schmerzender Lärm um uns herum. Aber dann gibt es da diese Töne, die der Seele guttun, das Wehen des Windes, der rieselnde Sand am Meer oder die Melodie des „Spiels noch einmal, Sam“ - einer der wenigen Filme, in denen Gunther Kortwich nicht als Tonmeister mitgewirkt hat. Ein Film ist ein Bildkunstwerk, das weiß jeder, aber ein Film ist auch ein Tonkunstwerk,...

22.04.2016

Eine Stellung im Leben: als Schauspieler hat man die nie

Nachruf auf Ulrich Lenk (Geb. 1966)
Was bin ich heute wieder anstrengend! Aufgefallen ist ihm das schon. Da war so eine Direktheit in ihm, ein unbedingtes Aussprechenmüssen, eine Kompromisslosigkeit, ein Sich-nichts-gefallen-Lassen. Und vor allem: Immer laut Bescheid geben, wenn etwas nicht stimmt, und zwar gleich. Er war ein Wahrheitssucher. Keine ganz ideale Grundausstattung für ein Kind der DDR, näherhin ein Dresdner Kind.

15.04.2016

Suhr, Brandt, Weizsäcker regierten. Fliegen-Schultze blieb

Nachruf auf Horst Schultze (Geb. 1918)
Block B, Reihe 3, Platz 22: sein Platz, jahrzehntelang. Die Mittelplätze des Blocks B in der Berliner Philharmonie kennen keine erste und keine zweite Reihe. Wer dort sitzt, sitzt ganz vorne, auch wenn er nur die dritte Reihe gebucht hat.

15.04.2016

Alles liegt noch so, wie er es hinterließ. Die Bahnhöfe, die Gleise. Eine Lok steht auf dem Abstellgleis, zwei Autos auf dem Bahnhofsparkplatz, die Uhr am Kirchturm zeigt zwölf Uhr. In der feuchten Luft liegt ein Hauch Modellbaukleber. Im Dachzimmer, in dem Werner Krause so viele Stunden seines Lebens verbrachte, ist es kalt. Er war fürsorglicher Vater, liebender Ehemann, strenger Lehrer - und Modelleisenbahner.

15.04.2016

Kunst: fünf Prozent Talent, der Rest Übung, Arbeit, Disziplin

Nachruf auf Xavier Régis Delerue (Geb.1953)
Le dimanche place aux dames. Montags und dienstags und den Rest der Woche bis zum Sonnabend malt Xavier Régis Delerue Stillleben und Porträts und biblische Szenen, aber der Tag des Herrn ist da für die Frauen. Aufreizend stehen, sitzen, liegen sie auf seinen großformatigen Ölbildern, nackt oder halb enthüllt, prächtig und makellos und unterkühlt. Alles in kräftigen Farben, präzisen Linien, geschult an Caravaggio, Ingres, den Expressionisten, Balthus. „Ich suche keine Schönheitsnorm“, sagt er. „Es...

08.04.2016

„Wir wussten, was wir durften und was nicht“

Nachruf auf Gerhard Kiesling (Geb. 1922)
Allein der Treppenaufstieg war schon eine Leistung: Der kleine, wendige Mann klettert die 986 Stufen der Evakuierungstreppe nach oben. Es ist ein Tag im September 1969, kurz vor der Eröffnung des Fernsehturms. Der Mann, der ganz nach oben möchte, 365 Meter hoch, atmet durch, blickt zurück auf Fahrstuhlschacht, Stromleitungen und Wasserrohre. „Aber dann musste man vom 249 Meter hohen Tragepodest in den Antennenteil umsteigen und die restlichen 116 Meter auf hängenden Drehleitern steil nach oben krauchen.“...

08.04.2016

Vielleicht gelang es besser, anderen zu helfen als sich selbst

Nachruf auf Marina Sabinasz (Geb. 1952)
Sie waren in Jerusalem und saßen auf dem Dach ihres Hotels. Unter ihnen lag die Stadt, und ihnen war, als läge dort die ganze Welt. So schön anzusehen von hier oben. So viel Zwietracht, Leid dort unten, weit weg, unsichtbar.

08.04.2016

Sie fürchtet Jehovas Zorn nicht

Nachruf auf Daniela Kühn (Geb. 1970)
Mama, am Herd. Mama, ins Bibelstudium versunken. Mama, Zeugin Jehovas, angstvoll das Jüngste Gericht erwartend. Und vorfreudig auch. Denn dann wird sie zu den Geretteten gehören.