Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
Montags von 10:00-11:00 Uhr Dienstags von 20:00-22:00 Uhr Donnerstags von 16:00-17:30 Uhr zum Livechat »

Anzeige aufgeben

Schalten Sie Ihre Anzeige in der Zeitung

Über unser Online-Anzeigensystem können Sie in wenigen, einfachen Schritten eine private Traueranzeige in aller Ruhe selbst gestalten und online aufgeben.

Traueranzeige aufgeben

Nachrufe

Es wurden 1104 Nachrufe gefunden

25.01.2013

Wer in der DDR aufgewachsen ist, kennt Gerhard Lahr. Vielleicht nicht dem Namen nach, seine Bilder aber kennt man. „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“, so hieß eins der Bücher, die er illustriert hat. Man erinnert sich an das Huhn, das gerade noch vor dem Feuerwehrauto zur Seite flattert, die Oma mit der roten Nase, die besorgt durch ihre große runde Brille schaut.

25.01.2013

Mein Vater hat sich früh mit einem Fotoatelier in Berlin-Lichtenberg selbstständig gemacht. Zu seinen Kunden gehörten Matrosen, die sich auf dem Schiff und im Hafen von ihm fotografieren ließen. Er hat dann die Bilder aufs Schiff geliefert. Einmal fuhr das Schiff los, als er noch an Bord war, so kam er nach Afrika.

18.01.2013

"Mensch Manne, jetzt leg doch mal die Gitarre weg!"

Nachruf auf Manfred Praeker (Geb. 1951)
Gitarre spielen und singen, das hat er früh gelernt, als kleiner Pimpf bei den Pfadfindern. „Wildgänse rauschen durch die Nacht mit schrillem Schrei nach Norden / Unstete Fahrt habt acht habt acht / was ist aus uns geworden?“...

18.01.2013

Im März 1995 startete der Ölkonzern „Shell“ in Deutschland eine große, teure Kampagne. „Shell“ spendete Geld für soziale und ökologische Projekte und bewarb in Anzeigen und Fernsehspots sein neues gesellschaftliches Bewusstsein. „Das wollen wir ändern“ hieß der Slogan, verantwortlich war Klaus-Peter Johanssen, oberster Öffentlichkeitsarbeitsarbeiter des Konzerns in Deutschland. Er war stolz auf das Projekt, er tat Gutes für die Firma und Gutes für die Menschen. Doch es kam etwas dazwischen.

11.01.2013

Gerti war 17 und hatte gerade ihr Notabitur gemacht. Da starb ihr Vater im Volkssturm von Berlin, wenige Tage nach Kriegsende. Ein mutiger Mann, er war aus dem Stadtrat geflogen, weil er sich geweigert hatte, in die NSDAP einzutreten. Auch die Mutter zeigte Haltung, als es drauf ankam. Allein mit den zwei Töchtern, musste sie russische Soldaten in ihr Haus bei Potsdam einquartieren und für sie kochen und nähen. Sie schützte ihre Mädchen vor der Vergewaltigung, indem sie sich selbst schänden ließ.

...

11.01.2013

Junge, wie alt bin ich?“...

11.01.2013

Der Übergang vom Tankwart Lothar Krüger zum Illusionisten Rasmus Boatus gestaltete sich fließend, aber sehr langsam fließend. Krüger, ein hochgewachsener Mann, langweilte sich des Nachts an der Tankstelle Kantgarage. Einer wie er, der die Welt bereist hatte, der Giftschlangen in Kenia fing, Safaris in Tansania leitete, als Fischer in Portugal, Kuhhirte in Israel, Barkeeper in Holland und Stuntman in Spanien gearbeitet hatte, als „Schmierer“ im Maschinenraum großer Schiffe übers Meer gefahren war,...

04.01.2013

Was für Freunde sie hatte! Sie war doch nicht mal in der Partei

Nachruf auf Christa Schollain (Geb. 1933)
Sie gab das Tempo vor. Als Schlagfrau beim Rudern, Vierer und Achter, bestimmte sie mit ihren Ruderschlägen die Geschwindigkeit. An der Hochschule für Körperkultur in Leipzig war sie Kanutin, aber schnell wurde sie von den Ruderern abgeworben. Mit ihrer Größe von fast 1 Meter 80 hatte sie die idealen Hebelmaße.

04.01.2013

Laut ist es, die Menschen rempeln einander an, hasten mit schweren Plastiktüten in die U-Bahn. In der „Reisschale“, Karl-Marx-Straße 181, ist es still. Ein bisschen zu kalt, aber angenehm still. Ein Xylofon aus Indonesien steht da, in den Regalen indische Chutneys, Porzellan aus China, Masken aus Bali, Misopaste aus Japan, Öl aus Vietnam. Eier und Kartoffeln aus Brandenburg, Naturkosmetik aus dem Schwäbischen.

28.12.2012

Sie war immer unterwegs, immer auf der Suche nach etwas Neuem. Vielleicht hängt das mit Pinningen zusammen, dem kleinen Ortsteil im Saarland, wo sie aufgewachsen war. Der Enge auf dem Land, wo alle Katzen „Mohrle“ oder „Blacky“ hießen, versuchte sie sich zu entziehen. Sie machte eine Orgelausbildung in der Kirche, spielte den Konfirmanden aber statt Kirchenliedern Beatles-Harmonien vor. Sie sparte auf ein Moped und fuhr damit nachts heimlich auf Punkkonzerte, bevor sie morgens wieder in der Kirche...