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Trauerhilfe Live-Chat

Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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Gedenkkerzen

Es werden Ihnen die neuesten 200 Gedenkkerzen angezeigt.

09:12 Uhr am 07.09.2023

Stefan Weiss für Tilo Heinrici

Seine Fröhlichkeit und Freundlichkeit bzw. menschliche Wärme werde ich immer in Erinnerung behalten.

 

Tilo war mein Klassenkamerad auf unserem Gymnasium.

08:55 Uhr am 07.09.2023

Soul sisters. Ulla für Elke Heide

Du hinterlässt eine grosse Lücke. Du wirst immer gegenwärtig bleiben. Deine einmalige starke Persönlichkeit bleibt als Vorbild für ein bewusstes Leben in mir.

07:37 Uhr am 07.09.2023

Vielen Dank für alles 🙏🕯 für Jan Strobl

06:41 Uhr am 07.09.2023

Andrea Heck für Ulrike von Möllendorff

Sie hätten die ältere Schwester meiner leider auch viel zu früh verstorbenen Mama sein können. Sehe ich Ihr Bild, sehe ich meine Mama vor mir. Ich fühle mich Ihnen sehr verbunden. Schade, dass auch Sie nicht mehr da sind. Ruhen Sie in Frieden.

 

00:58 Uhr am 07.09.2023

Dietmar Simon für Heide Simon

Heute am 7. September hat Heide Simon, meine unsterblich Gefährtin, Geburtstag.

 

Sie hat für viele Personen zu deren Geburtstag Gedichte verfasst. Es sind Gelegenheitsgedichte, nicht ausgefeilt, aber von Herzen kommend. Hier eine kleine Auswahl:

Zwei Gedichte für ihre Eltern, fünf Gedichte für ein Patenkind.

(102) Zum 70 . Geburtstag (meines Vaters)

(103) Zum 80. Geburtstag der Mutter

(104) Für ein Patenkind zur Geburt

(105) Zum Halbjahres-Geburtstag des Patenkindes

(106) Der erste Geburtstag [des Patenkindes]

(107) Zum 2. Geburtstag [des Patenkindes ]

(108) Zirkusgedicht zum 3. Geburtstag [des Patenkindes]

 

Zum heutigen Tag hat die Pianistin Jinxiu Li, die bereits beim Trauergottesdienst am 17.10..2021 einen musikalischen Beitrag geleistet hat, Teile  aus der Klaviersonate Nr 11 B-Dur op. 22 von Ludwig van Beethoven eingespielt. Hier zu hören unter Audio AUDIO 14

 

Da Heide Simon Musik so sehr liebte, lade ich nochmals die Klaviermusik aus der Trauerfeier am 17. August 2021 unter „Audio“ hoch: AUDIO 1

Trauergottesdienst 17.08.2021 Waldfriedhof-Zehlendorf Musik: Jinxiu Li spielt Präludium g-Moll Nr.16 aus dem Wohltemperierten Klavier Teil I BWV 861. Hui-Ju  Hsieh spielt von J. S. Bach Allemande BWV 812. Yu-Wen Huang spielt The Moon represents my heart (ŒŽ—º‘ã•\‰ä“IS); ein Mandarin-Lied, das durch die taiwanesische Sängerin  Teresa Teng 1977 berühmt geworden ist.

 

(102) Zum 70 . Geburtstag (meines Vaters)

 

Vor sieben mal 10 Jahren ist unser Vater geboren,

dessen Lebensweisheit das DENNOCH war.

Er hat diesen Wortsinn nie verloren,

was immer auch um ihn und mit ihm geschah.

 

Schon in sehr jungen Jahren als stud.theologicus

gab er in Bethges Garten seiner Liebsten den ersten Kuß.

Vier Jahre mußten sie warten, bis er SIE in Unschuld  gefreit.

Doch dann war ihre Welt voller Jubel  und Heiterkeit.

 

Sie wurden ein glückliches Pärchen, voll Liebe und Dankbarkeit.

Der Einzug ins Babener Pfarrhaus, der hat sie nicht gereut.

Nach einem knappen Jahr schon, da tönten Fanfaren laut:

Geboren ist voller Freude die Tochter Hilletraut.

 

Sie schwelgten in Freude, in Frieden und hellem Sonnenschein,

und Vater, Mutter und Tochter blieben nicht lange allein.[Anm.: Geburt der Autorin]

Doch dunkle Wolken zeigten sich bald am Horizont.

Hatte man sich zu lange im Frieden gesonnt?

 

Einer schrie nach Krieg und verlangte von allen,

zu kämpfen für ihn und auch für ihn zu fallen.

Unter all den Männern,  die an die Front mußten ziehen,

war auch unser Vater! Wie konnte er fliehen?

 

Er ließ voller Wehmut Frau und Kinder zurück,

Kummer und Sorgen trübten das Glück.

Bei den kurzen Stunden des Wiedersehns

konnte nur Liebe und Trost geschehn.

 

Noch drei Kinder wurden unter Tränen geboren,

viele Mütter hatten ihre Söhne verloren.

Der Krieg ging zu Ende, doch vom Vater kein Zeichen.

Glaube und Hoffnung wollten weichen.

 

Doch nach vielen Jahren kam der herrliche Tag,

den man voll Dankbarkeit preisen mag.-

Es war, als hätt der Himmel die Erde still geküßt,

als Vater von Frau und Kindern voll Freude still begrüßt,

als er nach langem Leiden zu uns nach Hause kam,

sein Liebstes - Frau und Kinder - in seine Arme nahm.

 

Die Not nahm zwar kein Ende,

und Krankheit. Hunger und Leid

banden oft allen die Hände.

Und dennoch gabs Fröhlichkeit.

 

Unser Vater blieb trotz Krankheit und mancher Gefahr

DENNOCH stets zuversichtlich, mutig und wahr.

Er hat vielen Menschen  Trost und Hoffnung gegeben,

und Gottes Liebe und Güte begleiten sein Leben.

 

(H.S. 1980)

 

 

(103) Zum 80. Geburtstag der Mutter

 

Spüre ich die Zeit zurück,

in der wir deine Kinder waren,

erfüllt mich immer wieder Glück,

denn du warst da in all den Jahren.

 

Die Zeit stand niemals still für dich,

du konntest manchmal kaum noch atmen,

und deine junge Zeit verstrich

in all den kummervollen Tagen.

 

Leid, Traurigkeit, Verzicht und Schmerz,

die Weggefährten der Epochen,

haben nicht dein frohes Herz

und deine Zuversicht gebrochen.

 

Uns hast du in der Zeit geprägt

und Liebe selbstlos reich gegeben.

Erst jetzt und oftmals fast zu spät

beweist sich das in unserm Leben.

 

Jetzt, da wir nicht mehr Kinder sind

und neben dir erwachsen leben,

verrinnt die Zeit und eilt geschwind.

Ich möcht sie nutzen, weitergeben

 

was uns in unser Herz gelegt

an Wunderbarem und an Werten,

an Kraft und froher Heiterkeit,

erwachsen aus der Liebe Gärten,

die dieses alles wohl gepflegt.

 

(H.S. 1993)

 

 

(104) Für ein Patenkind zur Geburt

 

Ein Tag, ein Jahr, ein Leben!

Gott hat sie dir gegeben,

die Zeit hier auf der Erden,

zum Lieben, zum Leiden, zum Werden.

 

Noch bist du klein.

Doch stell dir vor,

dein Onkel sagte, besonders dein Ohr

spreche von hoher Gelehrsamkeit.

 

Doch bist du jetzt noch nicht so weit,

dass du die Welt schon begreifen müsstest.

Du bist auch für vieles noch nicht gerüstet:

Deine Hände sind zum Kämpfen lang nicht bereit,

die Nase ist zum Rümpfen noch nicht geschaffen,

der Mund schreit auch noch nicht nach Waffen.

 

Noch bist du von Liebe nur umfangen,

hast frische, zarte und niedliche Wangen,

deine Füße müssen noch nicht marschieren

und nicht nach dem Willen der andern parieren.

 

Zwar atmest du schon die unreine Luft,

wirst auch manch Leid erfahren.

Doch solange dich noch jemand mit Namen ruft

und die Eltern dich herzen, lieben und küssen

 

und auch deine Paten immer wissen,

daß sie dich nur mit Liebe begleiten,

wirst du das Leben schon bestreiten.

Von Gott, der dir sagte: Du sollst leben!

wird dir viel Kraft und Mut gegeben.

 

(H.S. 1986)

 

 

(105) Zum Halbjahres-Geburtstag des Patenkindes

 

Du hast, mein kleiner Patensohn,

in deinen ersten Monden schon

viel Freude in die Welt gebracht,

dein Lachen hat andere froh gemacht.

 

Es strahlt aus deinen blauen Augen

die Lust der Welt, doch auch ihr Leid.

Wenn ich dich anschau, möcht ich glauben,

der Himmel ist doch nicht so weit,

als daß wir uns verlassen sehen

von Gott in seiner Freundlichkeit.

 

Du mußtest, mein kleines Patenkind,

in deinem ersten halben Jahr,

dich schon an Schmerzen und Tränen gewöhnen;

doch deine Eltern waren da,

die dich, ganz inniglich umschlungen,

dann in den süßen Schlaf gesungen.

 

Dir wird, du liebes Patenkind,

noch Freude die Fülle und Glück begegnen.

Aber es wird auch mit zerstörendem Wind

oft Bosheit und Kummer über dir regnen.

 

Doch die Kraft, die du jetzt noch in dich saugst

und die Menschen, die mit dir gehen,

und die Liebe, auf die du Hoffnung baust,

läßt dich das Leben mutig bestehen.

 

(H.S. 1986)

 

 

(106) Der erste Geburtstag [des Patenkindes]

 

Du liebes Kind, dein erstes Jahr

ist frisch noch wie der Morgen,

und wie bei Frühlingsknospen zart

ist vieles noch verborgen.

 

Und alles, was jetzt in dir wächst,

hat seinen Sinn, sein Ziel.

Gott gebe, daß dein Leben jetzt

noch leicht bleibt, wie ein Spiel

und du in unserer wirren Zeit

den ewigen Rhythmus spürst.

 

(H.S. 1987)

 

 

(107) Zum 2. Geburtstag [des Patenkindes ]

 

 

Wenn ich ein Flugzeug hätt, oder zwei Flügel,

flög ich so manchen Tag einfach zu Dir.

Landete wohlgemut hinter den Hügeln

unter dem grünen Baum vor Deiner Tür.

 

Wenn Du ein Pferdchen hättst, mit Zaum und Zügel,

kämst Du so manchen Tag einfach zu mir.

Rittest voll Übermut über die Hügel,

bändest Dein Pferdchen an vor meiner Tür.

 

Flugzeug und Flügel bleiben wohl Traum.

Aber ein Pferdchen ohne Zügel und Zaum

schicke ich aus Holz Dir zum 19. Mai'n.

Es soll Dich schön grüßen und Vorbote sein

 

für ein richtiges Pferdchen aus Fleisch und Blut.

Darauf zu reiten, erfordert schon Mut.

Ich möcht es Dir schenken, wenn Du groß genug bist.

Und damit es niemand von uns beiden vergißt,

leg ich jetzt schon zu jedem Fest

ein wenig Geld auf die hohe Kante.

Herzlichst, in Liebe, Deine Patentante.

 

(H.S. 1988)

 

 

(108) Zirkusgedicht zum 3. Geburtstag [des Patenkindes]

 

Im Dorf  ruft laut traritrara,

begleitet von einer Kinderschar

,von Trommelwirbel und Flöten hell,

der Zirkusdirektor Zirpzarpzell:

 

"Hört Leute, hört mich alle an!

Kommt alle her, kommt alle ran

und habt keine Angst vor meinen Tieren,

die klug sind und äußerst schnell kapieren.

 

Ich will euch ein Geheimnis sagen:

In weniger als 40 Tagen

kommt aus der großen Stadt Berlin

mein Zirkus Zirpzarpzappelin.

 

Es kommt der Löwe im eigenen Wagen,

davor zwei Pferdchen,die fleißig traben.

Und auch der Clown und der Harlekin

wollen beide mit auf die Reise gehn.

 

Und so nach und nach und irgendwann

bläst der Clown ganz leise auf seinem Kamm.

Und noch weitere Tiere gehn mit auf die Reise

und auch die Seiltänzerin Jorinda Oleise.

 

Und jeden Sonntag um 15 Uhr 5

machen alle Kinder sich auf die Strümpf,

um im Zirkus Zirpzarpzappelin

die größte Schau der Welt zu sehn.

 

Am meisten geliebt wird von allen der Clown.

Er ist lustig und kann doch so traurig schaun.

Er kann lachen und weinen und liebt jedes Kind,

weil Kinder, wie er, auch mal traurig sind.

 

Und ich, der Direktor, ihr sollt's alle hören:

Ich hab einen Freund und der heißt Sören.

Er hat heut Geburtstag und ich schenke ihm

den berühmten Zirkus Zirpzarpzappelin.

 

Und wer eine Blume im Knopfloch hält,

für den kostet der Eintritt nicht einmal Geld.“

 

(H.S. 1989)