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Heide Simon

geb. Borchert
* 07.09.1939 in Stendal
† 31.07.2021

Angelegt am 08.08.2021
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Ein Mann, der einen Gedenkbaum pflanzt

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Neueste Einträge (218)

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Gedenkkerze

Hui-Ju

Entzündet am 26.12.2025 um 14:02 Uhr

(026) Weihnachten Wie war es damals mit dem Kind im Stall? War es hungrig, einsam, schwach und krank? Hatte es niemanden, der ihm ein Wiegenlied sang? Du Kind in der Krippe wurdest empfangen als König und Erlöser der Welt. Hat man dich gefragt, ob dir das gefällt? Es wurden damals und werden auch heute tausende ärmere Kinder geboren, sie waren und sind immer wieder hungrig, krank und verloren. Du hast gewusst, wie bitter das Leben auf der Erde ist, dass du kein König warst und auch kein Erlöser bist. Wir haben dich dazu gemacht, weil die Sehnsucht uns treibt, Und wir fürchten, dass uns bald nicht mehr viel bleibt, von dem, was Gott uns zu Eigen gegeben, damit wir in Frieden und Gerechtigkeit leben. Hab Dank, dass Du das Leid dieser Welt mit uns teilst, und du mit deinem Verstehen und deinem Frieden bei uns bleibst. (H.S. 2015)

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Gedenkkerze

Hui-Ju

Entzündet am 26.12.2025 um 13:56 Uhr

Liebe Frau Simon, ich wünsche Ihnen und Herrn Simon im Himmel mit den schönen Sternchen frohe Weihnachten 🎄✨ und frohes Neujahr!🪅🥰 Wir sind immer miteinander verbunden, und Sie sind nie wirklich fort 🦋 Musik und Liebe begleiten Sie beide jeden Tag, fühlen Sie sich herzlich umarmt!🩷

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Gedenkkerze

Danilo

Entzündet am 01.10.2025 um 18:39 Uhr

Bienenstichkuchen com boa companhia

Calor humano com alegria

E café com plantas, de qualquer família

Hoje, é tudo o que queria

Que falta...

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Gedenkkerze

Hui-Ju

Entzündet am 26.12.2024 um 01:03 Uhr

Liebe Frau Simon, Ich wünsche Ihnen eine friedvolle und schöne Weihnachtszeit ❤️ ich habe mehrfach an Sie gedacht und glaube, dass Sie vom Himmel viele glänzende Sterne sehen und die Glocken der Kirche hören🎄 Ich lese in diesen Tagen Ihre Gedichte. Sie sind richtig schön, danke für die schöne Worte. Alles Liebe 💐

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Dietmar Simon

Entzündet am 28.03.2024 um 11:36 Uhr

 

 Ostern war für Heide Simon, meine unsterblich Gefährtin, stets ein Fest voller Hoffnung.

(49) bis (52) Ostergedichte von Heide Simon

 

 

 (49) Ostern 2015

 

Glauben wir, dass die Herrscher unserer Erde den Frieden lieben?

Wir sollten laut erzählen, was Ostern bedeutet,

den Mächtigen, den Beherrschern dieser Zeit.

Ob sie noch Ohren haben zu hören?

Gott, lass sie nicht warten bis zur Ewigkeit.

 

Ostern heißt Leben in Frieden hier auf der Erde,

ohne Gier, ohne Lust an Macht und Gewinn.

Hilf, Gott, der Menschheit, dass es so werde,

und stärke uns allen Herz, Mut und Sinn.

 

 

Sei voller Hoffnung, Mensch. Schütze dich gegen die Zeit,

sie ist verlogen, machtgierig und falsch und voll brünstiger Eitelkeit.

Sie nimmt den Friedenshungrigen die Zuversicht,

doch wer geht mit den Mächtigen ins Gericht?

(H.S.)

 

(49a) Ostern 2018

 

Glauben wir, dass die Herrscher unserer Erde den Frieden lieben?

Wir sollten laut erzählen, was Ostern bedeutet,

den Mächtigen, den Beherrschern dieser Zeit.

Ob sie noch Ohren haben zu hören?

Gott, lass sie nicht warten bis zur Ewigkeit.

 

Ostern heißt Leben in Frieden hier auf der Erde,

ohne Gier, ohne Lust an Macht und Gewinn.

Hilf, Gott, der Menschheit, dass es so werde,

und stärke uns allen Herz, Mut und Sinn.

 

Ostern ist Auferstehung in Freude und Freiheit,

Auferstehung Jesu auch für uns jederzeit.

Hilfe brauchen wir, um das zu erleben.

(H.S.)

 

Aus einem Brief von Heide Simon 2018:

 

(50) Ostern ist Auferstehung

 

Ostern ist Auferstehung aus müdem Alltag, aus Schmerzen und Traurigkeit.

Ostern heißt Leben, heißt Frühling,

heißt willkommen

in Freude und Glück.

Denn das göttliche Licht bricht die Dunkelheit

über den Gräbern.

Auferstehung in ein Meer der Freude.

Aus Steinen wird das Brot des Lebens,

aus den schmerzenden Wunden ein Lobgesang.

 

 

 (51) Ostern [2000]

 

Noch fällt kein Licht auf die steinernen Gräber

von Golgatha.

Ohne Hoffnung verneigt die Natur sich vor dem Tod,

die kalten Nächte weichen nur widerwillig

dem Morgen.

 

Doch das Morgenlicht wärmt die erstarrte Erde.

Aus dem Kreuz von Golgatha

wächst lebendige Zuversicht.

Lebensbaum, du wirfst die Schatten des Lebens ab

wie trockenes Laub

 

und dein Licht bricht die Dunkelheit über den Gräbern.

Auferstehung in ein Meer der Freude:

Aus Steinen wird das Brot des Lebens,

aus den schmerzenden Wunden

ein Lobgesang.

 

(Heide Simon, Februar 2000)

 

(52) Ostern [1999]

 

Ich erwache und bin auferstanden ohne die Schwere des Tages,

auferstanden aus der Nacht in ein jubelndes Licht.

Das ist ein Wunder und so leicht wie ein Frühlingsgesang

des Vogels auf dem Baum der Erkenntnis.

 

Jetzt lebe ich unter dem Baum Gottes, dem Baum der Erkenntnis.

Mit geöffneten Augen und befreitem Gefühl

kann ich Böses und Gutes in mir ertragen,

mich lösen von der Umklammerung einer uralten Angst.

 

Auferstehung aus der angstvollen Tiefe der Nacht

wandelt die Schuld in mir zu einem Jubelgesang.

Ostern ist Befreiung aus dumpfer, schlaftrunkener Zeit

in flügelgetragene, frühlingsduftende Herrlichkeit.

 

(Heide Simon, März 1999)

 

Zu Ostern 2012 erschien im Tagesspiegel der  Beitrag „Ostern: Die Kraft des Verborgenen“

von Claudia Keller. Er ist im Volltext nachzulesen unter

https://www.tagesspiegel.de/meinung/die-kraft-des-verborgenen-2097415.html

 

Er hat Heide Simon wohl sehr berührt, sie hat ihn an ihre Geschwister und  ihre „Freundin“, die mit dem christlichen Glauben eng verbundene „Christiane“, zu Ostern 2013 weitergeleitet.

Ich zitiere auszugsweise den Artikel und Heide Simons Briefwechsel mit der mit einem Theologen verheirateten Christiane.dazu:

 

„Ostern: Die Kraft des Verborgenen

Jesus' Auferstehung war ein vollkommen intransparenter Vorgang, rätselhaft, unwahrscheinlich und mysteriös. Das ist der Grund, warum sie den Stoff liefert für den Glauben. Es wäre schade, wenn das Dunkle verschwinden würde - nicht nur als Gegenpart zum Licht.

Von Claudia Keller

8.04.2012, 00:00 Uhr.“

„[...]  Nichts gegen Aufklärung. Je mehr Informationen zugänglich sind, umso einfacher kann es sein, Kriminalität, Korruption und andere Missstände aufzudecken. Aber Transparenz ist kein Wert an sich. Aus der Transparenz, aus dem Offensichtlichen erwächst nichts. Es schürt höchstens Misstrauen und erhöht den Druck zur Anpassung. Wenn immer mehr auf einen Blick sichtbar ist, wer kann sich da noch einen Makel leisten? Das Wort „Transparenz“ setzt sich zusammen aus lateinisch „trans“ und „parere“. Parere bedeutete ursprünglich: auf jemandes Befehl hin erscheinen, parieren. Anders ausgedrückt: funktionieren.“

 

Aus einem Brief von Heide Simon:

 

„Nun aber zu dem Euch zugesandten Tagesspiegelartikel. Ich habe das Gefühl, als hätte ich mit ihm für Irritationen gesorgt. Bei meinen Geschwistern ist es so. Dein Anruf (Anrufbeantworter), liebe Christiane, vermittelt mir Ähnliches

.Der Abschnitt aus dem Tagesspiegel hat mich eher bestärkt in meinem Glauben, der immer wieder auch von Zweifeln begleitet wird. Es ist ein Zweifel, der m. E. sehr menschlich ist. Dieser Zweifel besteht natürlich häufig aus der Vorstellung, dass ich nicht glauben kann, was nicht zu beweisen ist, oder was ich nicht mit eigenen Augen sehen oder mit Händen fassen kann.

Auch das immer wieder “Hinterfragen“ gehört doch m. E. zu uns Menschen.

Es fällt schwer, als „aufgeklärter“ Mensch an die Jungfrauengeburt zu glauben, an das Wandeln Jesu auf dem Wasser u.v.m.

Niemand hat gesehen, dass Jesus auferstanden ist, dass er aufgefahren ist in den Himmel (immer im übertragenen Sinne!). Und selbst die Jünger haben sich sehr schwer getan, das alles zu glauben.

Der kleine Artikel über das Verborgene sagt ja doch das, was so tröstlich ist: Das, was uns als unmöglich erscheint, kann durch das Geheimnisvolle, durch das Verborgene zu einer großen Kraft werden.

Theologisch mag das alles anfechtbar sein. Aber ich bin Tochter meines Vaters, der mit uns über seine eigenen Zweifel und Fragen reden konnte. Das war immer sehr tröstlich.“

Heide Simons Ostergedichte sind aus ihrem christlichen Glauben entstanden. An der weltlichen  Komponente zu Ostern, dem „Ostermarsch“ (s. z. B. Wikipedia), hat sie aktiv nie teilgenommen. Zu ihren Glaubenszweifeln und der „Kraft des Verborgenen“ passt auch ihr Gedicht :

(40) Wiederkehr

 

Auf meinem Weg zum See,

an den Wiesen vorbei

in dem kleinen Wald, in dem die ersten Frühlingsvögel

ihre voller Frohsinn klingenden Lieder singen,

am Wiesengrund die duftend ersten Blumen blühen,

ist meine Stimme, mein Gesang wieder bei mir,

den ich verloren hatte.

Ich lobe dich Himmel,

der Du die Freude des Liedes

mir in mein Herz gegeben hast.

(H.S. 26.03.2019)

 

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